RONDA IBEX

Der in der Gebirgskette von Ronda heimische Steinbock ist die kleinste Unterart des Iberischen Steinbocks hinsichtlich Körpergröße und Gewicht. Einer der Gründe dafür ist die relativ geringe Höhe des Lebensraums und die verhältnismäßig trockenen Lebensbedingungen, die von extrem heißen Sommern geprägt werden. Obwohl die Berggipfel eine geringere Höhe aufweisen als in anderen Regionen, zeichnet sich das Gebirgsmassiv durch steil abfallende und buschbewachsene Gebirgshänge aus, die nicht leicht zugänglich und erklimmbar sind. Schmale Gebirgspfade sind zu begehen, um das Hochwild ausfindig zu machen und nicht selten erfolgt die letzte Annäherung in Schussweite durch dichtes Gebüsch. Die Population ist gesund und erwachsene Steinböcke sind vor allem während der Brunstzeit (Ende Oktober bis Ende Dezember) zahlreich vorhanden und überwinden große Distanzen auf der Suche nach brünstigen Weibchen. Der im Gebirge von Ronda heimische Steinbock weist nicht die charakteristische grauschwarze Halskrause auf, wie dies bei anderen Steinbockarten der Fall ist. Die Halskrause hat einen bräunlichen Ton, der auch bei alten Exemplaren keine andere Färbung annimmt.